Mr. Adonis

Die Vorbereitung…

Aufgrund meiner Verletzung des Fersenbeingelenkes und die damit verbundenen fehlenden Laufkilometer,  waren die letzten zwei Monate meiner Vorbereitung alles andere als optimal.

Daher bin ich mit einer großen Ungewissheit, was das Laufen betrifft,  ins Rennen gegangen.

Die letzten drei Nächte vor dem Wettkampf waren alles andere als erholsam. Die Nervosität stieg von Tag zu Tag und der Schlaf  reduzierte sich auf wenige Stunden.

Die Entscheidung betreffend Neopren, war für mich die nächste große Unbekannte. Nachdem ich erst im Oktober das Kraulen erlernte und noch großes Potenzial nach Oben vorhanden ist.

Der Wettkampftag….

Große Anspannung war bei Allen, wie auch bei mir, spürbar. Nach kurzem Einschwimmen reihte ich mich, wie mit dem Trainer besprochen, ca. 20 Meter von der Bootsbrücke entfernt, ein. Nach dem Startschuss bin ich von Anfang an mein Tempo geschwommen und orientierte mich zuerst am Pyramidenkogel und dann am Schloss.

Am Rückweg Richtung Lendkanal bin ich einen kleinen Umweg geschwommen, da ich vor Maiernigg schon die Segelboote vor mir sah. Nach diesem kleinen Abstecher ging es aber schnurstracks Richtung Lendkanal, welcher der schwierigste Schwimmabschnitt für mich war.

Nach 1:38 Minuten aus dem Wasser und leichter Wut im Bauch ging es auf die Radstrecke.

Auf der ersten Runde fühlte ich mich sehr wohl, obwohl ich keine passende Gruppe fand. Nach 2:35 Minuten ging es in die zweite Runde, welche bis nach Ledenitzen ganz passabel war.

Ab diesem Zeitpunkt hat sich das Alleinfahren das erste Mal in den Oberschenkeln bemerkbar gemacht, daher war die zweite Runde für mich eher enttäuschend (3 Stunden).  Nach einer Gesamtradzeit von 5:35 Minuten ging es auf die Laufstrecke.

Auf der Laufstrecke fühlte ich mich die ersten 3 Kilometer hervorragend und hielt mein Tempo mit 5 min/km.  Die Anfeuerungen von Geri  „Super schaust aus!!! Gute Zeit!!“ haben mich zusätzliche gepusht und angetrieben, jedoch war das Tempo bald zu hoch.

Ab Kilometer 4 begannen dann die Probleme und ich habe mich irgendwie bis zum „Bernd“ und den „Dullers“ gerettet, wo ich mit Salz und Cola versorgt wurde.  Die erste Runde war eine einzige Qual, aber  je länger ich unterwegs war, desto besser wurde es.

In der zweiten Runde fühlte ich mich sehr wohl und konnte auf den letzten 5 Kilometern sogar wieder teilweise ein Tempo von 5 min/km laufen.

Der Zieleinlauf entschädigte jedoch für die ganzen Strapazen des letzten Jahres.

Fazit…..

Vor Bekanntwerden der Umstände (ohne Neopren und 37 Grad) wäre ich mit der Endzeit von 12:38:11 Minuten keineswegs  zufrieden gewesen. Die äußeren Umstände haben mir, als eher schwereren Athleten, nicht unbedingt in die Karten gespielt.  Im  Nachhinein muss ich aber sagen, dass ich trotzdem sehr zufrieden und stolz auf meine Leistung bin. Ich habe gesehen, dass beim Schwimmen und Laufen noch sehr viel Luft nach Oben ist und da gilt es nächstes Jahr verstärkt anzusetzen.

Abschließend möchte ich mich noch bei allen Trainingskollegen, Helfern, meiner Freundin Sandra, meinen Kindern,  meiner Familie und ganz Besonders – no na nit – meinem Trainer Rene für die tolle Unterstützung, Betreuung und Hilfestellung bedanken.

Es war ein sehr lehrreiches und interessantes Trainingsjahr. Ich habe sehr  viel neue Freunde kennengelernt und Erfahrungen  sammeln dürfen. Daher habe ich mich entschlossen mein verfehltes Ziel  nächste Jahr  beim Ironman Austria 2013 erneut in Angriff zu nehmen und freu mich schon jetzt auf ein weiteres Trainingsjahr.





Veröffentlicht am:
12:30:33 05.07.2012 von Rene Vallant

Letzte Aktualisierung
12:30:33 05.07.2012